Karnburg


Das Plateau von Karnburg war bereits in der Hallstattzeit besiedelt und hatte eine Wallanlage von etwa 40 ha. Aus der Hallstattzeit wurden Gräber gefunden. In der Römerzeit ging die Straße von Aquileia nach Virunum vorbei. Später dürfte die Wallanlage als Zuflucht für die römische Bevölkerung von Virunum gedient haben.
Der Name Karnburg stammt vom Namen Carantanien für das Land in der Römerzeit ab, der den alten Namen Teutonicorum (vielleicht absichtlich) verdrängte, woraus sich in weiterer Folge der Namen Kärnten herleitet. Der Wortstamm „Carant“ wiederum stammt aus dem römischen „Quarant“ = Vierzig, war doch das Königreich Noricum die „Vierzigste Provinz“ des Römerreiches. Nach anderer Erklärung sieht man in Wort „Karant“ den Wortstamm „Garant“, unser heutiges Wort Garantie leitet sich davon ab, d. h. „Land der Befreundeten“. Ironie des Schicksals, in der EU wird die Region Kärnten-Slowenien-Julisch/Venetien wieder als 40. Region geführt, ist doch die Vier, wie vorhin schon erwähnt, die Zahl Odins.
Um ca. 600, nach dem Völkerwanderungssturm schüttelte das Land die ursprünglich von Aquileia ausgehende Christianisierung (ab 350) ab und lebte seinem keltischen Heiligtum. Die römischen Besatzer und Händler wurden von Odoaker fast vollständig des Landes vertrieben. Anfang des 9.Jahrhunderts wurde es von den Karolingern besetzt und es wurde hier eine Pfalz errichtet. Die heutige Pfarrkirche war die Pfalzkapelle. Sie ist die älteste Kirche aus Stein in Kärnten und besitzt einen Chorturm. 888 feierte Kaiser Arnulf von Kärnten hier Weihnachten. 983 wurde Karnburg zum letzten Mal als Sitz eines Königs genannt, dann verfiel es.
Die Einsetzung des Herzogs begann in Karnburg beim sogenannten Fürstenstein, einem verkehrt in die Erde gesteckten römischen Säulenkapitell, heute im Landesmuseum in Klagenfurt. Die Einsetzung des Fürsten ist viel älter, als uns die ersten Berichte überliefern. Die freien Bauern, die sogenannten Edlinge, wählten einen aus ihrer Mitte zum Herzogbauer. Er war bäuerlich gekleidet und ritt auf einer Stute dreimal unter heidnischen Gesängen um den Fürstenstein herum, dabei wurde sein Pferd geführt. Damit gingen die Rechte eines Herrschers auf ihn über. Nach einem anderen Bericht setzte sich ein Edling, der sogenannte Herzogbauer aus Blasendorf auf den Stein und erwartete den neuen Herzog. Davon gibt es ein Bild. Der Herzog war wie ein Bauer gekleidet. Er oder seine Begleiter führten eine Stute und ein Rind mit. Der Bauer stellte an den Herzog die Fragen wer er sei, ob er ein gerechter Richter und ein Freier wäre. Nachdem der künftige Herzog das beantwortet hatte, stieg er auf den Stein, zog sein Schwert und schwang es in die vier Himmelsrichtungen, um zu zeigen daß er das Land nach allen Seiten hin beschützen wolle und sich im Einklang mit der kosmischen Ordnung fühle.
Der Stein ist ein Symbol des Landes, durch dessen Besteigung der Herzog vom Land Besitz ergreift. Zum letzten Mal fand dieser Brauch unter Herzog Ernst im Jahre 1414 statt.
Der Platz, an dem der Fürstenstein stand ist gekennzeichnet durch einen Apfelbaum, der nördlich des Kirchenhügels bei der Kirche in Karnburg auf der Wiese steht. Unterhalb des Zugangs zur Kirche steht eine große Linde. Daneben führt ein Weg durch eine Gattertüre über die Wiese etwa 100m weit. Ziemlich genau nördlich der Linde steht der Apfelbaum auf einem positiv strahlenden Platz.
Nachdem der Herzog den Stein bestiegen und den Eid geleistet hatte, wurde er zum Segen in die Kirche geführt. Dann begab er sich zum Herzogstuhl und vergab dort die Lehen. Er schwor, Kärnten gegen alle Feinde zu verteidigen und die Armen zu beschützen. Dann huldigten ihm die Adeligen.
Der Turm in Karnburg war ursprünglich über der Apsis. Er wurde im 14.Jahrhundert abgetragen und durch einen gotischen Turm an der Westseite ersetzt. Die Kirche ist im Inneren 14m lang und 6m breit. Sie hat die Form eines Rechtecks, auch der Altarraum ist rechteckig und erscheint ein wenig verschoben. Es wird verschieden gedeutet, entweder als Ausrich-tung auf den Sonnenaufgang am Tag des Patroziniums oder bedingt durch das Erdstrah-lungsfeld unter der Kirche. Die Mauern sind einen Meter dick und bestehen aus unregelmäßigen Steinen meist aus graugrünem Urgestein. Dazwischen gibt es römische Ziegel, die nach uralter Maurertechnik schräg in einer Art Fischgrätenmuster vermauert sind. Die verhältnismäßig hohen und rundbogigen Fenster sind karolingisch.
Die Kirche ist den Heiligen Peter und Paul geweiht und wurde urkundlich zum erstenmal 927 erwähnt. An der Nordseite des Kirchturms befand sich eine Tür, die wahrscheinlich zur Kaiserpfalz führte. Jetzt sieht man dort das Relief einer „segnenden“ Hand, die aber heidnischen Ursprungs ist und früher senkrecht angebracht war. Steinplastiken sind sehr selten, aus dieser Zeit stammt auch ein Opferstock, der aus einer alten Säule mit einem Knaufkapitell besteht. Die ehemaligen steinernen, geschmückten Chorschranken wurden in die Kirche St.Peter am Bichl gebracht. Der Kirchenraum wirkt urtümlich, weil das Mauerwerk unverputzt ist und die Steine in ihrer verschiedenen Lagerung schildkrötenartig gut zu erkennen sind. Die flache Decke wurde später eingefügt, bildet aber einen warmen Gegensatz zum steinernen Fußboden, der aus mächtigen grünen Platten besteht.
Wenn man die Strahlung mißt, kann man ganz klar die Achse, die von Westen nach Osten verläuft feststellen. Besonders starke positive Strahlungen sind über dem Altar, der Apsis, an der Stelle wo Apsis und Kirchenschiff zusammenstoßen und beim Kircheneingang.
Parallel zur Kirche steht die sogenannte Annakapelle, ein kleiner gotischer Bau mit einem reizenden Chor mit dreiseitigem Schluß und kleinen spitzbogigen Fenstern. Unter der Kapelle ist das Beinhaus. Die Annakapelle macht einen sehr heimeligen Eindruck, man fühlt sich in ihr sehr wohl.
Die positive Strahlung ist im ganzen Raum, besonders am Altar und an der rechten Seite des Altars, wo ein altes Taufbecken steht zu spüren.
Südwestlich der Kirche steht der alte schöne Pfarrhof und ein Stück weiter westlich ist das Ende des Kreuzwegs, der von der Südseite den steilen Hang heraufführt. Hinter dem schönen Kreuz ist an der höchsten Stelle eine überaus starke und eigenartige Strahlung. Die Rute weist einmal nach oben, dann wieder nach unten und auch das Pendel schlägt sehr stark aus. Circa zwei Meter hinter dem Kreuz ist ein steiler Felsabsturz. Dies dürfte die alte, heidnische Opferstätte gewesen sein. Der ganze Platz ist sehr gut erhalten, verschont von Neubauten und macht einen starken und nachhaltigen Eindruck.
Maria Saal ist eindrucksvoll, mächtig, groß und kunstvoll. Karnburg ist klein, aber älter und ansprechender.